Expertenkommentar ÖKZ 08/2010
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den sinnvollen Einsatz von e-health Anwendungen ist, neben der möglichst leichten Bedienbarkeit, die Einhaltung von internationalen Standards wie z.B. IHE. Das ermöglicht uns weltweit eine einheitliche Kommunikation und einen freien Wettbewerb.
In Österreich freuen wir uns mittlerweile über eine neu strukturierte und zielorientierte ELGA Mannschaft die schon jetzt hinter der Umsetzung und Einhaltung der internationalen Standards steht.
Umso erstaunlicher das im Projektpapier „e-Medikation“ der SVC bislang jeder Ansatz dazu fehlt.
Es ist absolut unabdingbar, schon bei den nun bevorstehenden Pilotierungen zur e-Medikation sowohl in der zeitlichen als auch in der fachlichen Abstimmung die notwendigen IHE- konformen Komponenten wie Patientenindex, GDA-Index und. das in Abstimmung befindliche ePharmacy-Profil einzuarbeiten. Das dient schließlich der Vermeidung von unverhältnismäßigen finanziellen und strukturellen Aufwendungen bei einem späteren österreichweiten Rollout.
Einzufordern – bevor eine Pilotierung überhaupt angedacht wird – sind ein Integrationskonzept und Migrationszenarien in Richtung IHE-Standards und das Aufzeigen der technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Auswirkungen auf Nutzer und IT-Unternehmungen.
Doch auch die höchstprofessionelle Anwendung von internationalen Standards führt nur unter Einbindung der Endanwender und deren Software- und Infrastrukturprovider zum Erfolg.
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