ÖKZ: Lebendige Vernetzung

ÖKZ: Lebendige Vernetzung

romanathielSeit 2005 sagt man uns praktisch halbjährlich, dass ELGA kommt – wie, wann und wo bleibt aber bis heute ein Geheimnis. „Die gesetzlichen
Grundlagen wurden bereits geschaffen“, erklärt uns der Sektionschef des Gesundheitsministeriums – nur dass diese ELGA-Anwendungen Unsummen an Investitionen erfordern und nach derzeitigem Stand nicht umsetzbar sind, wird dabei übersehen. Wenn sich die Politik schon in die Wirtschaft einmischt, dann sollte sie auch die nötigen Voraussetzungen schaffen, um die im Gesundheitswesen
getätigten Investitionen abzusichern.
Fakt ist – das Gesundheitswesen braucht Vernetzung und Kommunikation,
um Patienten besser betreuen zu können und Kosten zu senken. Ob das allerdings ELGA heißen muss, ist mehr als fraglich.
Aus jetziger Sicht und nach eingehender Expertenprüfung kann ELGA-Connectivity aufgrund der gesetzlichen Grundlagen nicht realisiert
werden. Ein Beispiel für die Unmöglichkeit der Umsetzung ist z.B. der E-Health-Verzeichnisdienst, auf den sowohl im Gesetz als auch in den Standards immer wieder referenziert wird. Also wie kommunizieren, wenn dieser Dienst noch nicht einmal funktionsfähig
im Einsatz ist?
Als äußerst positiv ist die Einigung auf das IHE-Framework zu erwähnen.
Der Weg der Krankenanstalten und niedergelassenen Ärzte, sich an internationalen Standards zu orientieren und dazu ihre Portale und Kommunikationslösungen auszurichten, ist richtig.
Vernetzen heißt über Schnittstellen Informationen für jeden Berechtigten verfügbar zu machen und nicht Monsterprojekte mit Gewalt durchzusetzen und Gelder in der Beratungsindustrie verpuffen
zu lassen.
Romana Thiel, HCS GmbH
Gesamter Artikel als PDF-Download: ÖKZ: Lebendige Vernetzung (593)

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